Praxis

Dr. med. Kurt Larem

Facharzt für Allgemeinmedizin

Sportmedizin   Chirotherapie Betriebsmedizin

Karl- Ludwig Zimmer

     Facharzt für Allgemeinmedizin

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      Ernährungsmedizin (bes. Qualifikation)   

Hausärztliche Gemeinschaftspraxis

 

Pharmakotherapie auf dem Prüfstand

 

 

Nicht alles was die Pharma- Industrie mit viel Reklame und vermeintlichen Fachartikeln als ultimatives Heilmittel in unser Bewusstsein bringt, ist tatsächlich heilsam.

Zumindest sind viele Arznei- mittel nicht so unproblematisch wie es uns von den Herstellern und Vertreibern dargestellt wird.

Unübersichtliche Beipackzettel sorgen für  zusätzliche Verwirrung.

 

 

 

Aktuelle Informationen über kritische Arzneimittel:

Arzneimittelkomission der deutschen ᅣrzteschaft (hier klicken)

 

 

 

Zum Nachdenken:

Cholesterinsenker - zwischen Gesundheit und Buisiness

Dank einer guten medizinischen Werbekampagne und ständiger Veröffentlichungen in der Laienpresse weiss die Mehrzahl der Bundesbürger um die Bedeutung eines erhöhten Cholesterin- spiegels für bestimmte Erkrankungen wie Herzinarkt, Hirnschlag oder Durchblutungsstörungen.

Viele kennen auch die unterschiedlichen Cholesterinfraktionen: HDL - das gute        und        LDL - das schlechte Cholesterin.

Statine (CSE- Hemmer) bewirken eine Senkung des LDL (des schlechten Cholesterins) im Blut. Allerdings müssen 48 Patienten mit einem CSE- Hemmer vorbeugend (auf Dauer) behandelt werden um statistisch ein Ereignis an den Herzkranzgefässen zu verhindern.

Bei allen CSE- Hemmern ist eine seltene Nebenwirkung bekannt: das Auflösen der Muskulatur (sog. Rhabdomyolyse).

Der einzige nicht- amerikanische Hersteller eines CSE- Hemmers (Fa. Bayer) musste aufgrund amerikanischer Initiative  sein Medikament Lipobay vom Markt nehmen. Offensichtlich war es bei gleichzeitiger Einnahme eines weiteres Fettsenkers (Gevilon) häufiger als bei anderen Statinen zu Nebenwirkungen gekommen.

Dass eine in Sammelklagen erfahrene amerikanische Anwaltskanzlei (Zwangsarbeiter im 2. Weltkrieg) nur die deutsche Firma Bayer - nicht aber den amerikanischen Hersteller von Gevilon beklagen will - macht stutzig und läd zum Nachdenken ein.

Grundsätzlich gibt es keine wirksame medikamentöse Behandlung ohne Nebenwirkungen, sondern es ist bei jeder Behandlung eine Risikoabwägung vorzunehmen. Der Patient ist insbesondere dann in diese Risikoabwägung einzubeziehen, wenn nichtmedikamentöse Alternativen zur Vefügung stehen.

Dies trifft auf die Mehrzahl der Patienten mit Fettstoffwechsel- problemen (wie auch Diabetiker) zu, die mehr oder weniger bewusst das Medikament zur Absolution ihrer ungesunden Lebens- und Essgewohnheiten verwenden.

Allerdings wird dieses Fehlverhalten von einer Ärzteschaft unterstützt, die von der unsichtbar steuernden Hand einer allmächtigen Pharmaindustrie permanent dahingehend geschult wird, Patientenprobleme durch Medikamenteneinnahme zu lösen.

 Das massive Auftreten der Industrie mit Werbeständen bei medizinischen Tagungen und die Vereinnahmung von Selbsthilfeorganisationen durch Industrieunterstützung sind Auswüchse eines Absatzkonzepts, welches vom Umsatzwachstum und nicht von der Patientensicherheit bestimmt wird.

Das Verschweigen des Sponsors in vielen deutschen Puplikationen über die angeblichen und tatsächlichen positiven Wirkungen von Arzneimitteln ist eine Unsitte, die der Transparenz dieses werbeanfälligen Marktes nicht zugänglich ist.

Man müsste es eigentlich wissen; “Neu und modern” ist bei Pharmaprodukten keineswegs identisch mit “sicher und unbedenklich”. Auch der Preis ist kein Garant für Qualität und Zuverlässigkeit.

(aus KVH aktuell: Pharmakotherapie Nr. 31  2001)

Münster, 25.12.2001                                          Dr. K. Larem

 

 

 

 

 

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© Marita Larem 1999                                                                                                                 aktualisiert:  20. Februar 2017