Skulpturen, Plastiken und Malerei von Dr. Kurt Larem

Dr. med. Kurt Larem
Lebenswege und Leidenschaften
 

Künstlerisches Gestalten
 

Von ersten Skulpturen bis zur Aquarell- und Acrylmalerei wurde künstlerisches Gestalten in den letzten Jahren zu einem wichtigen kreativen Ausgleich

Plastiken & Skulpturen

Schon früh hatte ich eine besondere Vorliebe für eher neoklassizistisch geprägte Figuren. Irgendwann lag der Gedanke nahe, das Modellieren selbst auszuprobieren.

Besonders reizt mich bis heute das Experimentieren mit unterschiedlichen Tonsorten, Engoben, Glasuren und Patinierungen mit Bronze-, Eisen- oder Acrylfarben.

Die hier exemplarisch gezeigten Arbeiten sind handwerklich sehr unterschiedlich – gemeinsam ist ihnen jedoch die Freude am Ausprobieren und an der stetigen Weiterentwicklung.

 

Diana

Bei Anna Eiber in Köln begann ich, nach Aktmodell zu modellieren.

Diana war anfangs oft Modell – ihr gilt mein herzlicher Dank.

Beide Plastiken entstanden im Jahr 2018.       

Links: Gebrannter Ton mit 40% Schamotte (der Firma SIO-2)

Rechts: Die Tonskizze diente eigentlich als Muster (vergleichbar einer Skizze beim Zeichnen). Da diese aufgrund der Lufteinschlüsse nicht gebrannt werden konnte, wurde sie im Wachsausschmelzverfahren in Bronze gegossen.

Vergänglich

Mein erster Versuch, eine stehende Tonfigur zu modellieren war auch bereits 2018 (dieses Mal stand Diana Modell) 

Zunächst schien alles gelungen: Das Arbeitsmodell der Figur stand aufrecht und sollte am nächsten Tag ausgearbeitet werden. Über Nacht jedoch gab der feuchte Ton unter dem eigenen Gewicht nach und am nächsten Morgen war die Figur völlig zusammengesunken.

Weitere Versuche, eine „Stehende“ zu schaffen, folgten – bislang hat es jedoch noch keine bis zum Brennofen geschafft.  Aufgeben gilt trotzdem nicht !

Variationen

Zunächst experimentierte ich mit unterschiedlichen Tonsorten und Tonfarben. Dabei lernte ich, dass unterschiedliche Brenntemperaturen deutliche Farbveränderungen hervorrufen können.

Der bronzene Torso im Hintergrund war übrigens 2015 mein Opus primum. 

Die weiße Dame links wird sicherlich noch ihre Farbe ändern. Stand jetzt ist eine rostige Eisenpatina der Favorit (habe ich bislang noch nie ausprobiert)

Terra

Größere Figuren wie dieser Torso werden von Anfang an hohl aufgebaut. Hier konnte ich von  Gudrun Cornford lernen.  

Bei großen Figuren ist ein hoher Schamotteanteil wichtig, damit der Ton beim Modellieren nicht zusammenfällt (Schamotte 40%, Tonmasse 9/10 von Carl Jaeger) 

Nach dem Brand wurde die Figur mit Acrylfarben bemalt

Aura

Ursprünglich ist diese Büste als Grundlage für ein Bodypainting gedacht. 

Aber "Work in progress" ! 

Es wäre nicht das erste Mal, dass mich noch eine andere Idee ereilt

Wait and see !

Intermezzo

Meine Vorliebe für Saiteninstrumente machte einen Lautenspieler als Motiv fast selbstverständlich.

Die Figur aus Ton und blieb bewusst in ihrer natürlichen Oberfläche erhalten. (Blackstone, 25% Schamotte, Fa. Witgert)

Musik ist manchmal nur ein kurzer Moment – ein Intermezzo - und kann doch lange in Erinnerung bleiben.

Balance

Arbeiten die drei Figuren miteinander – oder gegeneinander?

Vielleicht entsteht Gleichgewicht gerade dadurch, dass unterschiedliche Kräfte einander ausgleichen.

Die Plastik entstand aus demselben Ton wie Intermezzo und wurde anschließend mit Kupfer und Bronze patiniert. 

In einer anderen Welt

Die junge Dame, die ihr Buch haltend offensichtlich in Gedanken versunken ist, sollte eigentlich ihren Platz auf der Bank neben Intermezzo, dem Lautenspieler im Garten finden.

Einer spontanen Eingebung folgend habe ich sie dann aber mit Bronze patiniert. Jetzt hat sie ihren eigenen Platz im Eßzimmer

Steinmetzarbeiten 

Zu meinem 60. Geburtstag bekam ich von meinen Freunden einen Steinmetzkurs geschenkt 

Unter Anleitung des Bildhauers  Alexander Schwarz erlernte ich den Umgang mit Fäustel, Holzklüpfel und Meißel.

Während beim Aufbau einer Tonfigur Material beliebig hinzugefügt oder korrigiert werden kann (additives Verfahren) wird bei einer Skulptur aus einem festen Materialblock (hier Sandstein) Masse weggemeißelt, bis die gewünschte Skulptur entstanden ist (subtraktives Verfahren) - Korrekturen sind kaum möglich

 

Gartenwächter 

Wer auch immer in unseren Garten will, der muss an ihm vorbei - unser Garden Guardian aus Miltenberger Sandstein.

Wie leicht zu erkennen, war ich hier vor allem mit dem Zahnmeißel am Werk.

Schaut man genau hin, findet man in der unteren Steinhälfte noch ein irisch-keltische Symbol eingemeiselt, die Triquetra (oft auch als Trinity Knot bezeichnet).

 

Die Unvollendete

Unvollendete gibt es nicht nur bei Symphonien.

Auch diese Skulptur entstand unter Anleitung von Bildhauer Alexander Schwarz.

Der ursprüngliche Plan eines breit ausgestellten Rocks blieb unvollendet, nachdem mir auf der Rückseite ein Stück Sandstein herausgerbrochen war

Gemälde

Auf einem Kunstmarkt in Rom erwarb ich 1996 von der italienischen Aquarellmalerin Angela Scatolini ein Aquarell mit mehreren tanzenden jungen Frauen. Die Leichtigkeit der Figuren, die Bewegung und vor allem der freie, fast spielerische Umgang mit Farbe haben mich nachhaltig beeindruckt.

Schon damals weckte das Bild in mir den Wunsch, mich selbst intensiver mit Farbe und Malerei auseinanderzusetzen.

Und da das Bild seither bei uns an der Wand hängt, erinnerte es mich immer wieder daran, diesem Wunsch – nach 25 Jahren – schließlich Taten folgen zu lassen.

Meine ersten Malversuche waren, wie ich heute sagen würde, „nicht sehenswert“, bis ich Edi Hermann kennenlernte. Unter seiner Anleitung lernte ich verschiedene Techniken kennen: Acryl, Pastell, Kohle und schließlich auch die Aquarellmalerei.

 

Im Gespräch

Nach einigen abstrakten Bildern wagte ich mich an die ersten Personen.

Diese wollte ich eher realistisch und zunächst bevorzugt aus seitlicher oder rückwärtiger Perspektive darstellen

Zum Glück lässt sich Acrylfarbe nahezu beliebig übermalen!

Am Ende haben sich unsere Enkel Jonas und Calvin tatsächlich erkannt.

Forbidden

Gesichter malen ist anfänglich gar nicht so einfach.

Auch bei diesem Acrylgemälde wurde insbesondere das Gesicht mehrfach übermalt, bis mein "Modell" (und ich) zufrieden waren

Seit 1981 bin ich mit meiner Frau zusammen. Ein Foto aus dieser Zeit war die Vorlage.

Das Bild ist reine Fantasie. Motorrad fahren war seitens ihrer Mutter "strictly forbidden" 

Walking in the rain

Neue Technik- neue Erfahrung !

Das Bild entstand im Kurs bei Edi Hermann und ist mit trockener Pastellkreide auf speziellem Pastellpapier gemalt.

Pastellkreiden bestehen nur aus Farbpigment und minimalem Bindemittel. Sie haben eine hohe Farbintensität, lassen sich leicht verwischen und sind entsprechend empfindlich ohne Fixativ. Damit die Pigmentkreide haftet benötigt man einen rauhen Untergrund

 

Spiegelbild

"Wenn Du noch kein neues Motiv weißt, dann nimm doch das Foto von mir"

Dieses farbintensive Bild ist ebenso mit Pastellkreide gemalt (auf groben Aquarellpapier)

Erst als meine Frau vor mir saß und das Bild hinter ihr an der Wand hing,  fiel mir auf:  der Scheitel war auf der falschen Seite. Das Foto, das als Vorlage diente, hatte sie selbst  im Spiegel fotografiert.

... und es geht weiter …

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