Dr. med. Kurt Larem
Lebenswege und Leidenschaften
Reisen - den Horizont erweitern
Reisen bedeutet, fremde Kulturen, Menschen und Perspektiven kennenzulernen. Es öffnet den Blick für die Vielfalt der Welt und lässt uns Vertrautes mit anderen Augen sehen.
Dabei geht es nicht nur darum, Neues zu entdecken, sondern auch darum, anderen Kulturen offen, neugierig und ohne vorgefasste Urteile zu begegnen. Denn wer bereit ist, die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, erweitert nicht nur seinen Horizont, sondern lernt auch sich selbst und die eigene Lebensweise neu kennen.
„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“ - Johann Wolfgang von Goethe
Reisen heißt für mich, neugierig und offen zu bleiben, sich auf das Fremde einzulassen und immer wieder über den eigenen Horizont hinauszublicken.
Verein für Freundschaft, Kultur und Völkerverständigung
Die Anfänge
1996 – Rom
1996 reiste ich gemeinsam mit Frank Riemensperger für ein verlängertes nach Rom. Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten entdeckten wir schnell unser gemeinsames Interesse an den gesellschaftlichen und historischen Verhältnissen – von der Zeit des Römischen Reiches bis zur Gegenwart. Geschichte, Kultur und die Entwicklung gesellschaftlicher Strukturen boten Anlass zu manch lebhafter Diskussion.
Daneben teilten wir unsere gemeinsame Freude an Kunst- und Antiquitätenmärkten. Hier erwarb ich von der italienischen Aquarellmalerin Angela Scatolini ein Aquarell mit mehreren tanzenden jungen Frauen. Rund 25 Jahre später sollte dieses Bild schließlich zum Anstoß für meine eigene Beschäftigung mit der Aquarellmalerei werden.
1997 – Hongkong und Dubai
Unsere gemeinsame Neugier auf andere Kulturen und die Lust, die Welt nicht nur als Tourist, sondern möglichst unmittelbar zu erleben, führten uns im folgenden Jahr nach Hongkong. Die Stadt war damals noch britische Kronkolonie. Im Hinblick auf die bevorstehende Übergabe an die Volksrepublik China stellte sich für uns die Frage, wie sich Hongkong verändern und ob es in seiner damaligen Form überhaupt noch einmal so zu erleben sein würde.
Auf dem Zwischenstopp in Dubai beeindruckte uns vor allem der damals schon erkennbare Wille des Scheichtums, die Einnahmen aus dem Ölgeschäft in die Zukunft zu investieren – insbesondere in Infrastruktur und den Aufbau einer modernen Metropole. Vor dem Hintergrund der damaligen Diskussionen über die Endlichkeit der Rohstoffe und "die Grenzen des Wachstums", wie sie unter anderem durch den Club of Rome angestoßen worden waren, erschien diese Entwicklung besonders bemerkenswert.
Schon diese ersten Reisen zeigten, was uns bis heute verbindet: die Freude am Reisen, das Interesse an Geschichte und gesellschaftlicher Entwicklung, die Begegnung mit anderen Kulturen – und nicht zuletzt die gemeinsame Freude an Kunst und lebhaften Gesprächen.
Was 1996 in Rom eher zufällig begonnen hatte, sollte sich in den folgenden Jahren zu einer festen gemeinsamen Reiseidee entwickeln – und schließlich zu unserem augenzwinkernden „Verein für Freundschaft, Kultur und Völkerverständigung“.

1998 – Montevideo - Buenos Aires - Iguazu - Rio de Janeiro
Zu dritt ging es 1998 nach Südamerika. In gerade einmal neun Tagen wollten wir Montevideo, Buenos Aires, die Iguazú-Wasserfälle und Rio de Janeiro erleben – ein durchaus ambitioniertes Programm, das uns allerdings nicht davon abhielt, möglichst viel von Land und Leuten kennenzulernen.
Seit dieser Reise gehörte Norbert Anton zu unserer Reisegruppe. Mit Norbert verbindet mich eine Freundschaft, die bis in unsere Kindheit zurückreicht. Schon früh teilten wir gemeinsame Interessen und Unternehmungen, insbesondere die Freude an der Musik im Mandolinenorchester des OWK Eppertshausen und der Folkband Saytensprung.
